B Ä H N D L E R - R Ö V Ü

Nr. 86 | Dezember 2017
Die Mitarbeiterzeitschrift der Jungfraubahnen

Frohe Festtage

Weihnachtsstimmung auf dem Jungfraujoch
Zusätzliches
Text- und Bildmaterial
im Intranet
jungfrau.ch
/
br

Start in die Wintersportsaison

Neuer Jump Bag auf Grindelwald-First

Charlie Chaplin im Eispalast

Eisskulptur wurde feierlich eingeweiht

Neue Umladehalle geht in Betrieb

Güter- und Personenverkehr künftig getrennt
Neues Betriebsleiter-Ehepaar auf der
Forschungsstation Jungfraujoch
Ein Abend voller Überraschungen – versteckte
Kamera mit Francine Jordi
Impressum
Redaktion:
Markus Balmer (bama), Marco Luggen (luma), Manuela Zurschmiede (zuma), Patrizia Bickel (bipa), Andreas Piattini (pian), Christoph Schläppi (slcr), Liliane Schmocker (smli),
Daniela Roth (roda), Bähndler-Rövü, Harderstrasse 14, CH-3800 Interlaken, Tel. +41 33 828 71 11, Fax +41 33 828 72 64.
Erscheint:
dreimal jährlich.
Auflage:
1600 Exemplare.
Redaktionsschluss
für die Nummer 87: 2. April 2018.
Titelbild:
Weihnachtsstimmung auf dem Jungfraujoch.
INHALT
Pascal Hallauers Bubentraum «Pistenbully-
fahrer» wurde Realität.

Inhalt

AKTUELLES
Start in die Wintersportsaison
4
Gelungener Verkaufsstart Top4
5
OL-Premiere im Schnee
5
Mehr Qualität am Girmschbiel
6
Über 11 000 Fahrten an der Tyrolienne im Snow Fun Park
7
Eiger, Mönch und Sternekoch
8
Neunteilige Züge für die BOB ab Fahrplanwechsel
9
Neuorganisation ist startklar
10
News aus der PEKO der Jungfraubahnen
10
Forschungsstation Jungfraujoch mit neuem Betriebsleiter-Ehepaar 11
Digitalisierung bei den Jungfraubahnen
12
Vorfreude auf 125 Jahre SPB
13
PROJEKTE
Neuer Bahnhof Lauterbrunnen mit spürbaren Verbesserungen
14
Neue Unterflurdrehbank im Depot
15
Neue Umladehalle geht in Betrieb
16
Die V-Bahn und der Glögglifrösch
17
NVS mit Etappenziel
18
EVENTS
Amy Macdonald unter dem Weihnachtsbaum
18
Charlie Chaplin wurde auf dem Jungfraujoch verewigt
19
Ein Abend voller Überraschungen
20
Grosser Einsatz für den OL-Weltcupfinal
20
HR-NEWS
Neuausrichtung im Bereich HR
21
Aus dem Nebel in die Sonne
22
WIR BÄHNDLER
Das war reiner Zufall
23
Wie der Bahnbetriebsdisponent auf der Bühne landete
24
Faszination Pistenbully
26
Jubilare 28
Mutationen 28
Bravo!
29
MARKTPLATZ
|
AGENDA
Marktplatz 30
Wettbewerb 30
Bähndler-Rezept 30
Humor / Tweet!
31
Agenda 31
Ergänzende Informationen
Im Intranet finden Sie ergänzende Informationen (Texte, Grafiken, Bilder usw.)
zu den Artikeln mit dem untenstehenden Logo:
Zu finden sind die ergänzenden Informationen unter:
www.jungfrau.ch / br

11

20

26

jungfrau.ch / br
MEHR
INFOS
Bähndler-Rövü Nr. 86 | Dezember 2017
3
Liebe Mitarbeiterinnen,
liebe Mitarbeiter
Der Start ins 2017 war anders als die Jahres
-
wechsel zuvor. Nach sieben Jahren konnten
wir erstmals nicht auf ein Rekordergebnis
aufbauen.
Werden wir nach einem Dämpfer im 2016
wieder ans absolute Rekordjahr anknüpfen
können? Werden erneute Terroranschläge in
Europa auch im 2017 asiatische Gäste von
Reisen zu uns abhalten? Schaffen wir es, die
Negativspirale beim Wintersport zu durchbre
-
chen?
Das alles waren Fragen, welche wir zu Beginn
des Geschäftsjahrs 2017 mit im Gepäck hat
-
ten. Die Antworten darauf wusste niemand.
Das Jahr würde sie mit den Monaten von selbst
liefern – so viel war gewiss.
Wir wären aber nicht die Jungfraubahnen,
wenn wir unseren Erfolg einfach dem Schicksal
oder externen Einflüssen überlassen würden.
Dass wir bereits nach dem ersten Quartal auf
einen erfolgreichen Start ins 2017 zurückbli
-
cken konnten, ist allen voran dem enormen
Einsatz von Ihnen – liebe Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter – zu verdanken. Die negativen
Auswirkungen der Terroranschläge auf das
Reiseverhalten unserer Gäste gingen glückli
-
cherweise spürbar zurück. Unsere noch inten
-
sivere Marktbearbeitung mit viel persönlichem
Einsatz, insbesondere in den asiatischen, aber
auch in anderen Ländern der Welt, zahlte sich
aus. Wir durften ein Halbjahresergebnis kom
-
munizieren, welches sogar das bisherige Re
-
kordjahr 2015 übertraf. Gleichzeitig konnten
wir dank der getätigten Investitionen in die
Qualität eine gestiegene Gästezufriedenheit
feststellen. Mehr und gleichzeitig zufriedenere
Kunden – das ist nur möglich, wenn ein Team
zusammensteht für ein gemeinsames Ziel:
Genau das haben wir geschafft. Ich bin stolz
auf Sie.
Leider konnten wir die Trendwende beim Win-
tersport nicht herbeiführen. Die schwierigen
Umstände zeigten einmal mehr deutlich auf,
wie zwingend wir die V-Bahn brauchen. Ich bin
überzeugt, dass wir durch die rasche Erschlies-
sung, die Anlagen von modernstem Standard
und den Terminal mit direktem öV-Anschluss
mit unserer Skiregion wieder zu den Top-Des
-
tinationen im internationalen Wettbewerb
aufschliessen können. Umso erfreulicher ist es,
dass wir bei der Planung des Generationen
-
projekts einen wichtigen Schritt vorangekom
-
men sind. Die Linienführung des Eiger-Express
wurde nochmals optimiert, mit zahlreichen
Einsprechern konnte eine Einigung erzielt
werden. Besonders viel bedeutet mir, dass wir
eine für beide Seiten akzeptable Lösung mit
der Scheidegg Hotels AG finden konnten und
in Zukunft die Kleine Scheidegg als attraktives
Tourismusziel in den Alpen weiterentwickeln
werden. Die Chancen stehen gut, dass wir im
Frühsommer 2018 mit dem Bau der V-Bahn
beginnen können. Die Bauphase wird viele
Ressourcen binden und Höchstleistungen von
uns allen erfordern. Ich bin überzeugt, dass
wir dieses Ziel gemeinsam erfolgreich meistern
werden.
Zugegeben, ich kann es kaum erwarten, das
Generationenprojekt in den kommenden Jah
-
ren zusammen mit Ihnen allen umzusetzen.
Beim Blick ins bevorstehende Jahr freue ich
mich aber auch auf zwei Jubiläen: Die WAB
und die Schynige Platte-Bahn werden beide
125 Jahre alt. Mit gemeinsamen Aktionen und
attraktiven Angeboten werden wir die beiden
«Geburtstagskinder» mit unseren Gästen fei
-
ern. Daneben werden wir in Gipfelattraktionen
auf unseren Erlebnisbergen und weiter in die
Qualität unserer Dienstleistungen investieren.
Nach der Wiedereröffnung des Restaurants
Bahnhof Kleine Scheidegg unter der Leitung
der Jungfraubahnen vor wenigen Wochen steht
im Oktober 2018 bereits ein weiterer Ausbau
der Gastronomie an, dies mit der Übernahme
der Gastro-Betriebe auf dem Jungfraujoch
und am Eigergletscher. Damit realisieren wir
einen wichtigen Schritt unserer Strategie, die
Jungfraubahn-Gruppe mittelfristig zu einem
integrierten Freizeit- und Serviceunternehmen
weiterzuentwickeln.
Die Projekte im kommenden Jahr sind vielsei
-
tig, ebenso gross sind die Herausforderungen.
Insbesondere gegen die ruinöse Preispolitik
von zahlreichen Ausflugszielen gilt es anzu
-
kämpfen und unsere Marke Top of Europe im
hart umkämpften Umfeld weiter zu stärken. Ich
freue mich auf ein spannendes 2018 mit Ihnen,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ohne
Sie wäre der Erfolg der Jungfraubahnen nicht
möglich. Für Ihre Loyalität und Ihren Einsatz
danke ich Ihnen ganz herzlich.
Nun wünsche ich Ihnen und Ihren Familien
besinnliche und genussvolle Festtage. Hoffen
wir, dass wir auf einer dicken Decke Neuschnee
ins 2018 rutschen werden. In diesem Sinne:
Ein Hoch auf einen schneereichen und erfolg
-
reichen Start ins neue Jahr!

Editorial

Urs Kessler
Direktor Jungfraubahnen
Die Projekte
im kommenden Jahr
sind vielseitig,
ebenso gross sind die
Herausforderungen.
Wir wären aber nicht
die Jungfraubahnen,
wenn wir unseren
Erfolg einfach
dem Schicksal oder
externen Einflüssen
überlassen würden.
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Bähndler-Rövü Nr. 86 | Dezember 2017
Bähndler-Rövü Nr. 86 | Dezember 2017
4

Start in die Wintersportsaison

Frühzeitig hat Frau Holle dieses Jahr ihre Kissen geschüttelt. Damit unsere Gäste ein umfang-
reiches Angebot und eine erlebnisreiche Wintersaison in der Jungfrau Ski Region geniessen
können, braucht es jedoch noch einiges mehr.
Dank modernster Beschneiungstechnik konnte
bereits am Wochenende vom 18. / 19. Novem-
ber die Wintersaison in der Jungfrau Ski Region
eröffnet werden. Stimmen Temperatur und
Luftfeuchtigkeit, kann genügend Schnee für
qualitativ gute Pisten in wenigen Tagen erzeugt
werden. Vorausgesetzt es stehen eine leistungs-
starke Anlage und Ressourcen wie Wasser und
Strom zur Verfügung. Um noch bessere Voraus-
setzungen zu schaffen, wurde in den letzten bei-
den Jahren die Beschneiungsanlage der Inter-
nationalen Lauberhornrennen für 2,5 Millionen
Schweizerfranken erneuert. Ebenso wichtig sind
aber unsere motivierten Mitarbeiter, welche Tag
und Nacht vollen Einsatz geben.
Der vorhandene Naturschnee entscheidet dank
des technischen Fortschritts zwar nicht mehr
über ein offenes oder geschlossenes Skigebiet.
Es ist aber der Naturschnee, welcher die winter-
liche Stimmung erst richtig perfekt macht, und
daher nach wie vor sehr willkommen ist.
Zürich im Visier
Mit der Lancierung des Wintersportpasses
Top4 für die vier Wintersportgebiete Jungfrau
Region, Adelboden-Lenk, Meiringen-Hasliberg
und Gstaad erwartet den Wintersportgast diese
Saison ein äusserst attraktives Angebot. Wir er-
hoffen uns damit, dass wir das Skifahren vor der
schönsten Kulisse der Welt einem noch breiteren
Publikum schmackhaft machen können. Darauf
konzentriert sich auch unsere diesjährige Win-
terkampagne. Mit Eiger, Mönch und Jungfrau
besitzt die Jungfrau Region eine einmalige und
unverwechselbare Kulisse. Zwar ist diese in Zü-
rich und Umgebung bestens bekannt, jedoch
sind sich viele Zürcher nicht bewusst, dass das
Berner Oberland in vergleichbarer Nähe wie
Wintersportorte im Bündnerland liegt. Insbe-
sondere im Bereich Freestyle lässt Grindelwald-
First mit dem White Elements Park jedes «Jib-
ber»-Herz höherschlagen. Ab dieser Saison steht
Experimentierfreudigen und Wagemutigen im
Park ein 15
×
15 Meter grosses Luftkissen zur
Verfügung, um noch grössere und ausgefalle-
nere Tricks ohne Risiko einer harten Landung
auszuprobieren.
Nicht nur Ski- und Snowboardfahrer kommen in
der Jungfrau Region auf ihre Kosten. Der Läng-
ste Schlittelweg «Big Pinten Fritz» vom Faulhorn
via Bussalp bis nach Grindelwald oder der Ei-
gerrun, welcher nachts sogar beleuchtet wird,
garantieren ein rasantes Schlittelvergnügen.
Naturerlebnis pur bieten die Winterwander-
und Schlittelwege First – Waldspitz – Bort oder
Kleine Scheidegg – Wengen. Mit dem Firstflie-
ger und dem neuen Firstglider steht den Gästen
ein Erlebnis der besonderen Art zur Verfügung.
Beide Attraktionen sind im Wintersportpass in-
klusive. Ein unvergleichbarer Blick auf Wetter-
horn und Eiger sowie die verschneite Landschaft
im Bachläger bietet der Cliff Walk auf First –
ein Muss bei jedem First-Besuch.
Text:
Marco Luggen
AKTUELLES
Der neue Jump Bag
Der Jump Bag garantiert eine weiche Landung.
Ebenso wichtig sind
aber unsere moti-
vierten Mitarbeiter,
welche Tag und Nacht
vollen Einsatz geben.
jungfrau.ch / br
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INFOS
Bähndler-Rövü Nr. 86 | Dezember 2017
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5
AKTUELLES

Gelungener Verkaufsstart Top4

Dank kühler Temperaturen und Schneefall konnte früh in die Wintersportsaison gestartet
werden. Die Verkäufe der verschiedenen Angebote waren bereits vor Saisonbeginn
erfolgreich angelaufen.
Bereits seit dem 1. September 2017 können
unsere Wintergäste den neuen Top4-Skipass
der vier grössten Berner Skigebiete Adelbo-
den-Lenk, Gstaad, Meiringen-Hasliberg und
der Jungfrau Ski Region zum Vorverkaufsrabatt
beziehen. Bis zum 7. Dezember 2017 konnten
bereits über
29 000 Abonnemente in allen vier
Destinationen abgesetzt werden. Der Vorver-
kauf zum Spezialpreis von 666 Franken für
Erwachsene bzw. CHF 499.– für Jugendliche
und 333 Franken für Kinder lief bis und mit
15. Dezember 2017. Seit dem 16. Dezem-
ber gelten die regulären Preise (Erwachsene
CHF 950.–, Jugendliche CHF 710.–, Kinder
CHF 475.–). Besitzer eines Top4-Skipasses
finden unter www.top4.ski weitere attraktive
Angebote. So nächtigen diese beispielsweise
in ausgewählten Hotels von Sonntag bis Don-
nerstag mit einem Rabatt von 33 Prozent oder
finden unter der Rubrik «Partnerangebote»
spannende Zusatzleistungen.
Seit dem 1. November 2017 stehen zudem
die Angebote der Jungfrau Ski Region zur
Verfügung. Die Saisonsportpässe und die Ta-
ges- sowie Mehrtageskarten können an einer
Verkaufsstelle in der Jungfrau Ski Region be-
zogen werden. Einwohner ausserhalb des Ver-
waltungskreises Interlaken-Oberhasli erhalten
beim Kauf eines Saisonpasses automatisch
den Top4-Skipass. Einheimische können zwi-
schen dem Saisonsportpass der Jungfrau Ski
Region und dem Top4-Skipass wählen.
Bestellungen und Informationen zu Top4 unter
www.top4.ski
Informationen zu den Angeboten und zu den
aktuellen Betriebsdaten der Jungfrau Ski Region
unter www.jungfrau.ch/winter.
Text:
Adrian Rösti
Ausgangspunkt Kleine Scheidegg

OL-Premiere im Schnee

Der Swiss-O-Finder ist ein neues Bewegungs-Angebot des Schweizerischen Orientierungs-
lauf-Verbandes. Unter dem Motto «Beine mit Köpfchen» verbindet er eine körperliche
Betätigung mit den geistigen Anforderungen des Kartenlesens. Grindelwald-Wengen lanciert
dieses Angebot als erstes Skigebiet schweizweit.
Mittels App oder ausgedruckter OL-Karte
können die zehn OL-Strecken per Ski oder
Snowboard, teilweise gemütlich spazierend
oder per Schlitten gesucht werden. Die Aus-
gangspunkte für die verschiedenen Strecken
befinden sich bei der Infotafel auf der Kleinen
Scheidegg, der Schreinerbar Eigergletscher
oder der Bergstation Männlichen GGM. Grin-
delwald-Wengen ist das erste Skigebiet der
Schweiz, welches den neuen Swiss-O-Finder
ab dieser Wintersportsaison anbietet.
Die Karten für den OL können mittels
Swiss-O-Finder-App heruntergeladen oder auf
www.swiss-o-finder.ch/jungfrau ausgedruckt
werden. Wintersportler, die den OL mit dem
Smartphone absolvieren, scannen bei jedem
Posten einen QR-Code ein. Beim Scannen der
Codes erhalten die Teilnehmenden interessante
Infos und sehen, wie lange sie bereits unter-
wegs sind. Sobald der Zielposten eingescannt
ist, sieht der Nutzer seine Gesamtzeit sowie Ab-
schnittszeiten. Die Zeiten können erfasst und
mit anderen Teilnehmenden verglichen werden.
Swiss-O-Finder ist kein Wettkampf, das Erlebnis
steht im Vordergrund. Die Mobile-App sowie
ein paralleles System mit QR-Codes, das Zu-
satzinformationen vermittelt, kann mit jedem
Smartphone verwendet werden. Finanziert
wird das Angebot von den Jungfraubahnen, der
Gondelbahn Grindelwald – Männlichen und der
Luftseilbahn Wengen – Männlichen. Als Projekt-
partner haben wir die Gelegenheit, die Posten
mit Angeboten oder News der Jungfraubahnen
zu bespielen und somit den Gast direkt anzu-
sprechen. Streckenbeschrieb und nähere Infos
unter: /www.swiss-o-finder.ch/jungfrau
Text:
Daniela Roth
jungfrau.ch / br
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INFOS
AKTUELLES
6
Bähndler-Rövü Nr. 86 | Dezember 2017

Mehr Qualität am Girmschbiel

Mit einem neuen Festzelt unter der Minschkante und dem Canadian Corner geht das
OK der Internationalen Lauberhornrennen neue Wege. Dank einer innovativen
Lösung profitieren alle am Girmschbiel.
Wenn die weltbesten Skirennfahrer über Hund-
schopf und Minschkante sprangen, fehlte es nie:
Das Hospitality-Festzelt unter dem Girmschbiel.
Bis im letzten Jahr sich der Herbst immer mehr
in die Länge zog und der Boden im Hochmoor
einfach nicht gefrieren wollte. Genau das ist
aber Grundvoraussetzung, um im geschützten
Moor von nationaler Bedeutung ein Festzelt
bauen zu dürfen. So mussten die Veranstalter
der Lauberhornrennen erstmals seit Jahren auf
das Zelt verzichten. Eine wichtige Einnahme
-
quelle versiegte ungenutzt.
Einmal ist keinmal
Es steht ausser Frage: Bei einer modernen Sport-
veranstaltung mit internationaler Strahlkraft ist
ein erstklassiges Angebot für Sponsoren und
Gäste unabdingbar. Deshalb haben die Lauber-
hornrennen zusammen mit den Jungfraubahnen
eine Alternative gesucht. Es entstand die Idee,
das neue Zelt zwischen WAB-Bahnlinie und
Canadian Corner zu errichten. Die Gäste können
in Zukunft die Rennfahrer praktisch unmittel
-
bar hinter den Hochsicherheitsnetzen nach den
Schlüsselstellen Hundschopf, Minschkannte und
dem oftmals entscheidenden Canadian Corner
bestaunen. Die Bauarbeiten in diesem steilen
Gelände sind jedoch eine Herausforderung.
Diese ist nur dank der Innovationskraft der
Firma Nüssli und den logistischen Fähigkeiten
der Wengernalpbahn zu meistern. Ihre Mitar
-
beiter sind es, die trotz engen Platzverhältnissen
beim Bahnhof Wengernalp die wohl weltweit
einzigartige Zeltanlage (siehe Grafik) aufbauen.
Hochwertige Lösung für alle
Es entsteht eine Anlage, die enorme Vorteile mit
sich bringt. Schon im Herbst werden die Ver
-
ankerungen errichtet. Es muss nicht mehr auf
den ersten Schnee und schon gar nicht auf den
ersten Frost gewartet werden. Und auch die Na-
tur profitiert: Das geschützte Hochmoor bleibt
im Winter unangetastet. Zudem haben die Zu-
schauer, die zu Tausenden an den Girmschbiel
pilgern, neu etwas mehr Platz und weiterhin
uneingeschränkte Sicht auf die international
einmalige Abfahrtsstrecke am Lauberhorn. Der
Girmschbiel hat also nochmals an Attraktivität
gewonnen.
Text:
Christoph Leibundgut, OK Lauberhornrennen
Die Bauarbeiten im
steilen Gelände sind
nur dank der Innova-
tionskraft der Firma
Nüssli und den logis-
tischen Fähigkeiten
der WAB zu meistern.
Neues Hospitality-Festzelt auf Girmschbiel
Bähndler-Rövü Nr. 86 | Dezember 2017
AKTUELLES
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Über 11

000 Fahrten an der

Tyrolienne im Snow Fun Park

Mit über 11 000 Fahrten an der Tyrolienne endete die erfolgreiche Sommersaison 2017
im Snow Fun Park auf dem Jungfraujoch. Die Skischule Wengen als neue Betreiberin
und die Jungfraubahnen ziehen eine positive Bilanz.
Die erste Saison mit der neuen Betreiberin
des Snow Fun Parks, der Skischule Wengen,
konnte erfolgreich beendet werden. Die Bar am
Aletsch ausgang mit der auffälligen Verkleidung
des Dreigestirns war Dreh- und Angelpunkt des
Snow Fun Parks. Neben dem Verkauf der Akti-
vitäten, Getränken, Snacks und Sonnenbrillen
konnten unsere Gäste die Aussicht in den von
uns zur Verfügung gestellten Liegestühlen in
vollen Zügen geniessen.
Attraktivität gesteigert
Die im Frühling getätigten Investitionen haben
sich gelohnt. Das neu Stahlseil und die kom-
plett neuen Gurten und Rollen haben die At-
traktivität der Tyrolienne gesteigert, wie man
an den über 11 000 verkauften Fahrten sehen
kann. Die Bezahlung mit Kreditkarte war ab
diesem Sommer beim Bar-Container sowie
beim Container auf dem Gletscher möglich.
Das auf zwei Tablets installierte Arcavis-Kas-
sensystem hat sich bewährt und lässt ein ge-
naues Reporting pro Artikel zu.
Das Snowtubing und Schlittenfahren erfreuten
sich im vergangenen Sommer ebenfalls grosser
Beliebtheit, wie die Zahlen in der unten aufge-
führten Statistik zeigen.
Bereits jetzt laufen die Planungen für den
Sommer 2018, um den Park noch weiter zu
optimieren und früher in Betrieb nehmen zu
können. Eine weitere Aktivität ist in Planung
und wird zu gegebener Zeit kommuniziert.
Text:
Gian Simmen
Verkauf Snow Fun Aktivitäten
Erwachsene
Kinder
Total
Tyrolienne
8948
2117
11065
Tageskarten
3909
1643
5552
Snowtube-/ Schlittenfahrten
8484
3629
12113
Spezialgeräte
3075
1459
4534
Ski & Board
875
148
1023
Verkauf Artikel und Getränke
Einheiten
Getränke
Bier
Cola
1750
669
290
Sonnenbrillen
309
Handschuhe
117
Snickers
96
Skifahren Schlitteln
Tyrolienne Skilift
Die erste Saison mit
der neuen Betreiberin
des Snow Fun Parks,
der Skischule Wengen,
konnte erfolgreich
beendet werden.
Ein kurzes Video
mit Highlights zum
Snow Fun Park
finden Sie hier:
www.facebook.com/
Jungfrau.ch/videos/
1430949270299299/
Bähndler-Rövü Nr. 86 | Dezember 2017
8

Eiger, Mönch und Sternekoch

Seit dem 2. Dezember 2017 begrüssen die Jungfraubahnen ihre Gäste im neu umgebauten
Bergrestaurant Kleine Scheidegg. Am Donnerstag, 30. November, fand zwei Tage vor der
offiziellen Eröffnung ein Testessen mit dem Küchenchef und Sternekoch Martin Bieri statt.
Ein Restaurant für Fleischliebhaber und
«Healthy-Food»-Fans: Der Sternekoch Martin
Bieri verwöhnt seine Gäste seit dem 2. Dezem-
ber 2017 im Bergrestaurant Kleine Scheidegg
mit lokalen Produkten, täglich frisch zuberei-
tet. Am Donnerstag, 30. November, luden die
Jungfraubahnen Gäste und Medien zu einem
Testessen ein. Begrüsst wurden diese von CEO
Urs Kessler, unserem Gastro-Leiter Reto Mettler
und dem Sternekoch Martin Bieri. Mit vor Ort
war auch Schweizer Prominenz wie Gian Sim-
men, Francine Jordi und Marc Trauffer.
Eiger, Mönch und Jungfrau heissen die drei
individuell gestalteten Stuben und bieten mit
Jugendstil, alpiner Farbenpracht sowie «ur-
chiger» Tradition für jeden Geschmack etwas.
Gäste und Medien bestaunten auf dem Rund-
gang durchs Restaurant das Alpin-Garde-
ning-Gewächshaus mitten in der Mönchstube
genauso wie den Reifeschrank mit Edelstü-
cken aus dem Berner Oberland und Rauch-
fleisch-Spezialitäten. Die Pastrami-Sandwiches
vom Smoker auf der Terrasse, der Burger mit
Randenbrötchen oder der Kartoffelsalat Bom-
bay mit Lachs und Sauerrahm waren nur einige
der Leckerbissen, welche zum Degustieren
angeboten wurden und «gluschtig» auf mehr
machten. Haben Sie die neue Karte schon aus-
probiert? Das Restaurant-Team freut sich auf
Ihren Besuch.
Text:
Patrizia Bickel
AKTUELLES
jungfrau.ch / br
MEHR
INFO
Die Kapazitäten der
BOB müssen auch von
der WAB abgenommen
werden können.
AKTUELLES
9

Neunteilige Züge für die BOB

ab Fahrplanwechsel

Mit dem Fahrplanwechsel gelangt das neue BOB-Rollmaterialkonzept mit Vielfachsteuerung
zwischen Interlaken Ost und Zweilütschinen zum Einsatz. Das Konzept ist ausgelegt auf die
Personenflüsse nach Inbetriebnahme der Haltestelle Rothenegg sowie der V-Bahn.
Bis es soweit ist, muss das Rollmaterial aufgrund der heutigen Nachfrage eingesetzt werden.
Mit dem neuen Rollmaterial sollen drei neuntei-
lige Züge zwischen Interlaken Ost und Grindel-
wald verkehren und die Haltestelle Rothenegg
und die V-Bahn bedienen. Von und nach Lauter-
brunnen ist der Einsatz von zwei sechsteiligen
Zügen vorgesehen. Zwischen Interlaken und
Zweilütschinen werden die Züge vereint ver-
kehren. Dank der Vielfachsteuerung kann der
fünfzehnteilige Zug von einem Triebfahrzeug-
führer pilotiert werden.
Die bedauerlichen Verzögerungen beim Projekt
V-Bahn aufgrund der Einsprachen führen dazu,
dass die BOB den Einsatz des Rollmaterials der
heutigen Nachfrage anpassen muss. So ist es
grundsätzlich möglich, auch mit neunteiligen
Zügen nach Lauterbrunnen zu fahren. Allerdings
ist nur der Hausperron bei Gleis 1 lang genug,
um den Ein- und Ausstieg der Fahrgäste durch
alle Türen zu ermöglichen. In diesem Fall müssen
alle Gäste Richtung Wengen – Kleine Scheid -
egg durch die Unterführung umsteigen. Die
Kapazitäten der BOB müssen auch von der WAB
abgenommen werden können. Aktuell sind wir
im Hinblick auf die Wintersaison an der Prüfung
und Bewertung der diversen Möglichkeiten und
sind bestrebt, die bestmöglichen Lösungen auf
die Schiene zu bringen.
Text:
Stefan Würgler
Rollmaterialkonzept BOB 2018 nach Inbetriebnahme Haltestelle Rothenegg und V-Bahn.
Bähndler-Rövü Nr. 86 | Dezember 2017